Biodiversität im oberen Pulkautal
Bachbegleitende Renaturierung von Wiesenflächen in Hötzelsdorf und Exkursionen, um den Reichtum der Tier-und Pflanzenwelt und deren "Lebensbedürfnisse" zu vermitteln
Die Pulkau entsprang ursprünglich nördlich der Ortschaft Ludweishofen in einer Feuchtwiese.
Durch Entwässerungsmaßnahmen tritt ihr Wasser nun südöstlich von Ludweishofen bei der Einmündung in ein befestigtes Gerinne und schlängelt sich im oberen Flusslauf über Raisdorf, Hötzelsdorf, Kainreith weitgehend naturbelassen mit angrenzenden Erlenbruchwäldern, unterschiedlichen Kleinwald- und Wiesentypen nach Pulkau und weiter.
Vorerst konzentrieren wir uns auf den Bereich entlang der Pulkau von Hötzelsdorf nach Walkenstein. Später wollen wir das Gebiet von der Quelle der Pulkau bis zum Natura 2000 Gebiet um die Teufelswand vor Pulkau miteinbeziehen.
Das Gasthaus Riffer wird die Anlaufstelle für Interessierte bilden. Die Informationen sollen die Biodiversität in den umliegenden Naturwiesen nahebringen und den ökologischen Wert=Ökosystemleistungen und das ökologische Potential der Region bewusst machen.
Der erste Anstoss für weitere Renaturierungsmassnahmen von ehemaligen Feuchtwiesen im Abschnitt Raisdorf-Kainreith wird gelegt. Frau Christa Riffer vom Gasthaus Riffer stellt eine 800m2 große Wiese längerfristig für Renaturierungsmaßnahmen zur Verfügung. Die Wiese wird seit Jahren nicht gedüngt und nicht bewirtschaftet. Im flussnahen Bereich finden sich Schuppenwurz, Beinwell und ein Bereich mit Blutweiderich. Der Pflanzen und Insektenbestand wird vor Bearbeitung der Wiese festgestellt und nach 3 Jahren kann, so hoffen alle, ein Zugewinn an Biodiversität im Bereich der Wiesen in Hötzelsdorf festgestellt werden. Für Gäste des Fastenklosters Pernegg und des Stiftes Geras bildet der „Biodiversitätsinformationspunkt“ einen kurzen Ausflug in die standorttypische Welt der Pflanzen und Tiere und eine Anregung, auf dem Weg entlang des Flussverlaufs neue Pflanzen kennenzulernen.
Mit einigem Glück kann man den im Gebiet vorkommenden Schmetterling „Wegerich Bär“ entdecken. Auch häufig vorkommender Pflanzen und Insekten können immer wieder in ihrer Schönheit und Bedeutung für Ökosysteme wahrgenommen werden.
Der Waldweg führt neben der Pulkau und einem Seitenarm der Pulkau von Hötzelsdorf nach Kainreith und Walkenstein. Entlang des Weges finden sich Seidelbast im Unterholz, Schaumzikaden, Frühlingsblatterbsen, Knoblauchrauke und Wechselblättriges Milzkraut.